Reise in die Vergangenheit

von Thomas Noll

Bei strahlend schönem Wetter machte sich der Lateinkurs von Herrn Noll an einem Freitag (23.4.2010) auf, um die römischen Wurzeln der Stadt Neuss kennen zu lernen. Unser Exkursionsleiter, Herr Dr. Giliam, als Altphilologe prädestiniert für eine solche Unternehmung, zeigte uns zu Beginn anhand einiger Modelle im Commundo Tagungshotel (Kölner Str./Humboldtstr. in Gnadental), dass hier einst ein ca. 600 x 400m großes Römerlager stand, in dem zwischen 8.000 und 10.000 Leute lebten. Leider ist so gut wie nichts mehr davon erhalten. Unser zweiter Stopp war auf der Kölner Straße selbst, einer alten Römerstraße, wo wir einiges über Götterstatuen und Grabsteine erfuhren (alle Exponate sind Kopien). Die letzte Station markierte die sogenannte „Blutgrube“, wahrscheinlich ein Heiligtum der vorderasiatischen Göttin Kybele, um die sich ein Geheimkult rankte, über den die Mitglieder Stillschweigen zu bewahren hatten.

Obwohl fast alle Studierenden aus Neuss und Umgebung kommen, war kaum jemand mit diesen Orten und ihrer Bedeutung vertraut.
Den Ausklang bildete eine Einkehr zu einem Imbiss im prächtigen, oasengleichen Innenhof des Commundo-Hotels. Ein schöner Tag, an dem einfach alles stimmte: Das Wetter, die motivierende Führung, die für einen andersartigen Unterricht in einer spannenden Umgebung sorgte, und die Stimmung in der Lerngruppe.